Am Samstagnachmittag stand zunächst der Bericht des Koordinierungskreises an, also des Gremiums, das auf der letzten Konferenz für die Fortführung der noch nicht umgesetzten Inhalte des Change-Prozesses eingesetzt wurde.
Christine Flick und Mareike Nix erzählten, was zur Implementierung unseres Claims „bring & share“ alles gehört.
In der letzten Konferenz hatten wir das Projekt 52 Filme beschlossen. Ziel ist es kurze Videos über Projekte und Aktionen in unserer Kirche zu sammeln, bei denen Begegnung stattfindet. Das Projekt läuft seit einigen Monaten, die Videos sind auf YouTube und Instagram jeweils unter dem Suchbegriff „emk-sjk“ zu finden. Bisher sind noch keine 52 Filme zusammengekommen, die Bezirke sind also weiterhin gebeten, ihre Ideen einzubringen. Der Kontakt hierfür ist Joscha Reuther, erreichbar unter joscha.reuther@gmx.de.
Wer nochmal eine Erinnerung möchte, was konkret mit „bring & share“ gemeint ist, kann sich den Erklärfilm vom letzten Jahr noch einmal ansehen. Er ist abrufbar unter https://www.YouTube.com/watch?v=LC82Cy-MefU.

Des Weiteren gibt es in Kooperation mit Blessings4you T-Shirts mit dem „bring & share“-Logo und „bring & share – das Spiel“. Dabei handelt es sich um ein Spiel mit 32 Gesprächsfragen, das sich gut für kirchliche Gruppen, aber auch für den privaten Gebrauch eignet. Jeder Bezirk erhält je nach Größe einige Spiele kostenlos. T-Shirts und Spiele können zudem bei Blessings4you bestellt werden.
Um eine Struktur für die nachhaltige Verankerung dieser Impulse zu schaffen, hat die Konferenz die AG Gemeindeleben beschlossen, die Gemeinden in der inhaltlichen Umsetzung des Changes unterstützen soll.
Die nächste Gemeindeevaluation steht zur nächsten SJK an und der Fragebogen wurde im Vergleich zum letzten Mal nochmal stark verfeinert. Damit genug Zeit bleibt, die Ergebnisse bis zur SJK (natürlich anonymisiert) auszuwerten, sollten die Angaben der Bezirke bis Februar vorliegen. Es ist also wichtig, die Evaluationen frühzeitig einzuplanen. Das neue Online-Fragetool dafür sollte in den nächsten Tagen einsatzbereit werden. Der Koordinierungskreis lädt ein, die Gemeindeevaluation zusammen mit dem Gemeindeentwicklungsmodell als Werkzeuge für Gemeindeentwicklung zu betrachten. Um eine gute Arbeit mit diesen beiden Mitteln zu ermöglichen, werden ab dem kommenden Frühjahr Schulungen angeboten.
Insgesamt sind alle Materialien, Hilfsmittel und Ideen, die im Rahmen des Change Prozesses entstanden sind, auf der Ressourcen-Seite zum Change-Prozess zu finden.
Ein weiterer Wichtiger Aspekt des Change-Prozesses, der noch in der Entwicklung ist, ist die Digitalisierung. Die Arbeitsgruppe Digitalisierung berichtete hier über den aktuellen Stand und gab insbesondere eine Übersicht über die aktuelle Kostenkalkulation.
Einige neue Programme werden bald zur Verfügung stehen: Neben CurchTools, welches unter anderem zur Kommunikation genutzt werden kann, OpenTalk, einer Plattform für Videokonferenzen, und FileShare, das für alle gut erreichbare Ablagestrukturen zur Verfügung stellt, gibt es auch eine neue Groupware-Lösung für die E-Mail-Adressen, die auch einen Kalender und eine Kontaktliste enthält. Insbesondere wird die Groupware-Lösung es auch möglich machen, deutlich mehr emk.de E-Mail-Adressen als aktuell zu erstellen, sodass für mehr Leute eine solche eingerichtet werden kann. Darüber hinaus gibt es ein EmK-Portal, ein zentrales Webportal für alle Leistungen aus dem Digitalisierungskatalog, über das die Berechtigungen gesteuert werden können.
Diese Leistungen sollen zukünftig nicht nur in der SJK, sondern deutschlandweit zentralisiert zur Verfügung gestellt werden. Dies wiederum hat Einfluss auf die Kosten. Es ist geplant, dass jede der Jährlichen Konferenzen einen entsprechenden Anteil der Finanzmittel bereitstellt, von dem dann die Kosten für die Digitalen Konzepte, die auf zentralen Ebenen sowie in den Gemeinden genutzt werden, gedeckt werden. Die Hoffnung ist, durch die Zentralisierung und die teilweise günstigeren Systeme Geld einzusparen, sodass die Kosten für die Bezirke langfristig sinken. Insbesondere bedeutet das, dass Bezirke dann Kosten einsparen können, wenn sie von den zentralen Lösungen Gebrauch machen. Wenn eigene Systeme weiter genutzt werden, kommen diese Kosten natürlich hinzu.
Die OJK und NJK danken der SJK für ihr Vordenken in diesem Bereich und unterstützen die Idee im Grundsatz. Allerdings haben sie sich noch nicht in der Lage gesehen, den vollen für sie vorgesehenen Kosten zuzustimmen. Das weitere Vorgehen hierzu wird auf den kommenden Regionalkonferenzen besprochen.
Die Bereitstellung der verschiedenen Programme verzögert sich zeitlich etwas. Ein Grund dafür ist, dass die Arbeit der AG Digitalisierung zu einem sehr großen Teil von Ehrenamtlichen getragen wird, die natürlich nur begrenzte zeitliche Ressourcen haben. Aus diesem Grund sucht die AG auch Menschen aus den Bezirken, die sich eine Mitarbeit dort vorstellen können. Interessierte sind eingeladen über ihre Konferenzdelegierten auf die AG zuzukommen.
Die SJK äußert an mehreren Stellen großen Dank für die engagierte und zeitintensive Arbeit der Mitglieder der AG.
Damit beendete der Koordinationskreis seinen Bericht und damit auch seine Arbeit. Das heißt, der Change-Prozess auf Ebene der Konferenz ist jetzt abgeschlossen. Ein kurzer Rückblick zeigt, wie intensiv und teilweise auch abenteuerlich diese Reise war und wie dankbar die Konferenzmitglieder für Gottes Begleitung in diesem Prozess sind.
Die Beschlüsse sind zwar nun alle gefasst, in den Gemeinden geht der Change-Prozess aber noch weiter. Die Konferenz hat Veränderungen auf den Weg gebracht, aber die Gemeinden sind die Orte, an denen diese Veränderungen sich wirklich vollziehen und wir sicherstellen, dass, so der Koordinationskreis, „Menschen auch morgen noch erfahren können, dass Gott sie liebt“.
Helen Meyer