Die Themen am Donnerstagnachmittag
Ermunternde Worte hatte unser Bischof nach der Mittagspause: „Gekühlt und gestärkt“ könne es nun weitergehen. Der Nachmittag brachte ein sehr buntes Programm.
Es gab den ersten Versuch zu wählen. Dabei stellte sich heraus, dass der Change schon so in den Köpfen der Delegierten ist, dass erklärt werden musste, warum noch einmal „im alten System der vier Distrikte“ Stimmen verteilt werden sollten. Es wird damit darauf geachtet, dass alle Regionen in den Ausschüssen vertreten sein werden.
Im Weiteren beschäftigte sich die Konferenz mit Hilfe der Arbeitsgruppe „Struktur“ mit ebendieser. Projektgruppe – Fachgruppe – Arbeitsgruppe? Verwaltungsrat oder keiner? Wer berichtet in den neuen Konferenzvorstand – wer direkt in die Konferenz? Was gibt die VLO vor und wo sind wir frei zu entscheiden? Zum Glück gab es eine Grafik, die half, die zukünftige Arbeitsstruktur zu verstehen. Ein paar Fragen wurden doch recht rege diskutiert. Spannend war vor allem die Frage, was der Konferenzvorstand nun macht und wer überhaupt in diesen wählbar ist.
Pastor Burkhard Seeger gab anschließend in seinem Bericht einen Rückblick auf die Arbeit des Bundes der Ordinierten (BdO) seit der Neugründung 2017. Sowohl er als auch Matthias Kapp scheiden aus dem Vorsitz des BdO nun aus. Die Konferenz dankte beiden für ihre geleistete Arbeit. Unser Bischof berief Michael Mäule neu in die Leitung und wurde bei dieser Gelegenheit gleich gefragt, wie der Bund der Ordinierten dort arbeitet. Gerne erzählte er, dass dort vor allem in den Bundesgruppen bei den Distriktsversammlungen die Gemeinschaft gelebt wird. Dort sind auch die nicht ordinierten Mitarbeitenden Mitglied.
Schwung brachte dann Bernt Förster, Pastor in der OJK, mit seinem Grußwort in den Nachmittag. „Eingemischt und aufgetafelt“ war die Überschrift in den Konferenztagen dort. Ganz besonders eindrucksvoll mischte sich die Konferenz wohl in ihrem kleinen Tagungsort ein. 12 Türen wurden im Ort aufgestellt, jeweils zu einem Thema gestaltet, immer mit Spruch und Kurzimpuls zum Nachlesen. „Wo drückt der Schuh?“ stand vor dem Schuhgeschäft. Gesprächsanlässe ergaben sich an vielen Stellen. Mit einem launigen DDR-Witz stellte Pastor Förster dann noch augenzwinkernd den Vergleich zwischen NJK, OJK und SJK und ihren jeweiligen Umgang mit Schwierigkeiten und Herausforderungen heraus.
Verdient viel Raum nahm schließlich noch Markus Jungs Superintendentenbericht ein, den er in diesem Jahr zum Abschluss seiner 10 Dienstjahre in diesem Dienst verfasst hatte. Der Bericht zeigte die ganze Ambivalenz der Arbeit: von Enttäuschungen und Mut, Überforderung und Zuversicht war da die Rede. Ängste vor der Zukunft und gleichzeitig die Freude am Change-Prozess, den Markus Jung maßgeblich mit begleitet hat, fanden hier ebenso ihren Raum. Viel Dank wurde Markus Jung deshalb von Seiten der Konferenz ausgesprochen. Sein Bericht wurde gelobt als genauso „mutig und streitbar“ wie seine Arbeit in dem Amt auch waren. Mit einem langen Applaus und Standing Ovations wurde der große Dank dann auch noch sicht- und hörbar.
Eva-Maria Teichmann
Alle Fotos © Klaus Ulrich Ruof