Weg von den Insellösungen – hin zu einem einheitlichen digitalen Konzept
Welcher Pastor, welche Ehrenamtliche hat nicht schonmal Stunden und Tage damit verbracht, ihren Laptop, ihr Handy oder ihr Tablet neu einzurichten. Und – war immer klar, ob das alles so rechtssicher und datengeschützt ist?
Welche Gemeinde arbeitet mit Powerpoint, Songbeamer, MyEma, Synago oder hat „selbstgestrickte“ Websites?
Allein diese Beobachtungen zeigt, dass wir als EmK einen hohen Nachholbedarf in Sachen IT-Infrastruktur haben: Die meisten Bezirke haben verschiedene individuelle Lösungen. Sie sind insgesamt betrachtet zu ineffizient und bringen in Summe höhere Kosten mit sich als ein einheitliches Konzept. Der Bedarf in Fragen zu Datenschutz und -sicherheit fordern uns als Organisation auf, zu handeln.
Seit 2024 arbeitet die AG Digitalisierung an einem umfassenden Konzept für die SJK, das auch für die EmK in Deutschland ausgeweitet werden kann.
„Steckt die Arbeit lieber in die Menschen“, ist ein zentrales Anliegen, das hinter dieser weitreichenden Umstrukturierung dahintersteht.
Mit hohem Engagement hat die AG Digitalisierung ein umfassendes Konzept erarbeitet. Es wurde breit diskutiert, viele Fragen wurden bedacht und letztlich hat sich die Konferenz fast einstimmig für das Digitalisierungskonzept entschieden.
Was leistet dieses Konzept?
Zunächst einmal gibt es ein einziges EmK-Portal, über das alle digitalen Anwendungen abgewickelt werden können. Hinter diesem Portal verbergen sich verschiedene „Türen“:
- Alles, was mit Gemeinde- und Kirchenverwaltung zu tun hat: MyEma, ein gemeinsamer Speicherort (Nextcloud), Dokumentenmanagement, Immobilienverwaltung, Fundraising, Konferenzplanung und- verwaltung …
- Alles, was mit digitaler Kommunikation zu tun hat: E-Mail, Online-Meetings, Social Media, Gemeinde-App, Websites, Designtools, Präsentations- und Streaming-Software, Newsletter-Tool …
- Alles, was mit Hard- und Software zu tun hat: Laptops, Handys, Drucker, Pragramme, Netzwerk und W-Lan …
- Alles, was mit Rechten und Lizenzen zu tun hat. Lizenzrechteverwaltung, Rahmenverträge, Internetsicherheit, Datenschutz …
- Alles, was mit Gemeindeorganisation vor Ort zu tun hat. Gottesdienstabläufe, Dienstpläne, Kalender, Beiträge, Personen und Gruppen …
Die Umsetzung soll sehr zügig bis Frühjahr 2026 abgeschlossen sein, um Doppelkosten zwischen der einheitlichen und den Individuallösungen zu vermeiden.
Die Umsetzung dieses Konzepts wird zunächst eine erhebliche Anschubfinanzierung benötigen. Mittelfristig gesehen, werden sich aber Einsparungen einstellen, so dass sich diese Entscheidung perspektivisch auszahlt.
Dafür ist es wichtig, dass das Digitalisierungskonzept auf den Bezirken umgesetzt wird und wir dabei in dieser Sache an einem Strang ziehen und nicht weiter an gemeindlichen singulären Lösungen festhalten.
Trotz der Schwierigkeiten, die reichlich erwogen wurden, hat sich die SJK für diesen Weg entschieden und bei aller Umstrukturierung, die nötig ist, bitten wir um die Unterstützung in den Gemeinden vor Ort.
Vielleicht kann man erahnen, dass mit diesem Projekt als zweites großes Thema am Donnerstag einiges an Umwälzung in unserer Konferenz auf uns zukommen wird.
Matthias Althöfer / Joachim Schumann