„Mein Haupt ist nicht geeignet als Platz für Lorbeeren.“
So die Reaktion des hohen Jubilars auf die stehenden Ovationen des Plenums. Dankbar blickt Ulrich Jahreiß auf 150 Jahre Familiengeschichte zurück, in der seine Großeltern zur ersten Generation von „Metho-Predigern“ in der Schweiz gehörten.
Er liebt seine Kirche wegen der methodistischen Theologie, wegen ihrer Struktur und wegen eines Grundsatzes: „Denken und denken lassen.“ Auch wenn das Denken nicht immer funktioniert habe, wie er hinzufügt. Er selbst versteht diesen Grundsatz als Aufforderung.
Ulrich Jahreiß, der auch im Ruhestand noch aktiv an den Sitzungen der SJK teilgenommen hat, verabschiedete sich an diesem Abend mit den Worten „Ich danke für eure Geduld und eure Begleitung. Aber jetzt ist Schluss. Wenn der Baum wieder einmal brennt in der süddeutschen methodistischen Kirche, komme ich zurück und helfe zu löschen. Ich verabschiede mich äußerlich ja, innerlich nie. Geht aufrecht und behütet!“
Die Konferenz will nicht OMNIBUS fahren
„Wir sehen uns“,
Damit die Konferenz überhaupt tagen kann, braucht es viele Menschen vor Ort, die die Arbeit „dahinter“ tragen. Geleitet wird der „Ortsausschusses“ vom „Konferenzvater“ – in diesem Jahr ist das Pastor Gerald Kappaun der im Namen des ganzen Ortsausschusses die Konferenz in Bruchsal begrüßte. Daneben Bischof Harald Rückert und der Schriftführer der Konferenz, Pastor Andreas Jahreiß.
Dank an Pastor Walter Knerr. Ihm wurde für sein langjähriges Amt als Konferenzsekretär mit stehenden Ovationen gedankt. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren hat Andreas Jahreiß die Aufgabe übernommen.
Schon mal was vom Liebeskonto gehört? Unter dem Thema „Liebe-voll“ erlebten ca. 70 Frauen und einige Männer einen liebevoll gestalteten und abwechslungsreichen Nachmittag. Gemäß der Jahreslosung „Alles was ihr tut, geschehe in Liebe“ drehte sich alles um die uneigennützige Agapeliebe. Die Referentinnen Heike Friedrich und Christina Detka brachten das Liebeskonto ins Gespräch. Statt sich den Stand des eigenen Bankkontos anzuschauen, war die Frage nach dem Stand des eigenen Liebeskontos.
Wie ausgeglichen lebe ich? Kann ich genug Glücksmomente verzeichnen oder befindet sich mein Konto eher im Defizit. Wer und wie kann ich es füllen oder wohin floss es bisher? Wie ist meine Beziehung zur Umwelt, die sich gravierend auf mein Wohlbefinden auswirkt? Und wie liebevoll kann noch die Pflege von kranken und älter werdenden Menschen erfolgen, besonders bei unserem Pflegenotstand?
Die schöne, helle Stadtkirche am Markt war gut gefüllt, als Pastorin Dr. Raphaela Swadosch und Lukas Springer den Gottesdienst am Anfang der 25. Süddeutschen Jährlichen Konferenz eröffneten. Mit einem kurzweiligen Dialog, der die verschiedenen Aspekte des „Sich-Sehens“ ins Blickfeld rückte, nahmen sie die Delegierten hinein in das diesjährige Konferenzthema und dankten dem Hausherrn der Katholischen Kirche am Markt, Pfarrer Dr. Benedikt Ritzler, für die Gastfreundschaft.
Bei der Tagung werden wieder einige Teilnehmende mit dem Wohnmobil anreisen. Alle „Camper“ sind daher eingeladen, gemeinsam auf reservierten Plätzen des Wohnmobilpark zu stehen.
Eine solche Konferenztagung „feinzuplanen“ ist nicht ganz einfach: Sehr viele Faktoren spielen da hinein…